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Dein eigenen Wobbler selber bauen

Selbstgebaute Wobbler Wenn man die Idee hat sich seinen eigenen Wobbler selber zu bauen denkt man wahrscheinlich, könnte man zu dem Gedanken kommen das es eine super schwere Wissenschaft ist, einen Wobbler selber zu bauen welcher sich dann auch noch wirklich ansprechend im Wasser bewegt, und den ein oder anderen Raubfisch bringt. Fakt jedoch ist, es ist gar nicht so schwer wie es aussieht.

Als kleines Beispiel: Den ersten Wobbler den ich vor 3 Jahren selbst gebaut habe, habe ich damals aus einer Sterodurplatte mit einem Cuttermesser geschnitzt, etwas Blei in den Bauch gesteckt, mit einer durchgehenden Achse aus Pflanzendraht versehen und mit dem Pinsel bemalt. Dieser Wobbler brachte mir am ersten Versuchstag 4 Bisse, wovon ich einen 2 Hechte langen konnte, einer davon 80cm. Danach war der Wobbler aufgrund des Weichen Materials zwar komplett hinüber, aber er war erfolgreich, und das war das worum es ging.

Der selbstgebaute Wobbler - Die Materialien

Ich baue meine Wobbler alle aus Holz, dabei lege ich keinen großen Wert auf eine bestimmte Holzart, sondern nehme das was mir zwischen die Finger kommt. Meistens sind es Fischten oder Kieferbretter von alten Schränken.
Ob Ihr beim für eure selbstgebaute Wobbler zu Maschinen greift, oder alles von Hand macht ist egal, ich habe mir nach und nach für alle Arbeitsschritte Maschinen Gekauft, da es damit doch bedeutend schneller geht.

Hier nun die Liste der zu benötigten Materialien.

  • Ein Stück Holz in der geeigneten Größe, achtet bei der Stärke des Brettes darauf das es in etwa die gleiche Stärke hat wie euer fertiger selbstgebauter Wobbler.
  • Einen Bleistift, zum Anzeichnen
  • Eine Säge zum Ausschneiden des Rohlings. Ich nutze hierfür eine Dekupiersäge, es eignet sich jedoch jede Säge mit der man kleine Radien sägen kann.
  • Schleifpapier, um die Plastische Form des selbstgebauten Wobblers zu schleifen
  • Bohrmaschine oder Akkuschrauber, um die Löcher für das Blei und die Ösen zu Bohren
  • Edelstahldraht in 0,5 - 1,00 mm Stärke für die Ösen
  • Holzkitt zum Verschließen der Löcher in denen das Blei ist
  • Etwas Blei zum Ausbleien für den Selbstgebauten Wobbler
  • Ein Stück Plexiglas oder ähnliches für die Tauschschaufel
  • Farben und Pinsel oder eine Airbrushpistole um den selbstgebauten Wobbler zu bemalen
  • 2k Epoxidharz um den Wobbler zu versiegeln
  • Splittringe und Drillinge


Selbstgebauter Wobbler - Die Schablone

Selbstgebaute Wobbler Man könnte zwar die Form des Wobblers, auch direkt auf das Stück Holz welches man verwenden möchte zeichnen und dann Ausschneiden, und dann weiter verarbeiten. Aber nichts ist schlimmer als wenn man zum Schluss feststellt das man einen Top Wobbler gebaut hat, aber man keine Zeichnung mehr von dem Rohling hat. Deswegen fertigt euch zuerst eine Schablone an.

Ich Nutze hierfür immer eine alte Schrankrückwand, ein Stück Pappe tut es aber auch. Zeichnet euch jetzt die Form von dem Wobbler auf den Ihr bauen möchtet. Entweder denkt ihr euch einfach eine Form aus, oder ihr holt euch bei gekauften Modellen Anregungen. Zum Schluss wird die Schablone nur noch ausgeschnitten ausgeschnitten, womit sie dann auch schon fertig ist.

Wobbler selber bauen - Der Rohling

Selbstgebaute Wobbler Als nächstes überträgst legst du die Schablone auf das Stück holz welches du für deinen handgemachten Wobbler verwenden möchtest, und überträgst mit einem Bleistift die Form auf das Holz. Jetzt kann der Rohling auch direkt ausgeschnitten werden.

Im nächsten Schritt werden die stellen angezeichnet wo die Löcher für das Blei und die Ösen gebohrt werden und der Schlitz für die Tauchschaufel gesägt wird.

Für die Ösen nutze ich eine 1 mm dicken Bohrer, hier passen die Ösen später stramm rein. Für das Blei nutze ich je nach breite von dem Selbstgebauten Wobbler einen Bohrer mit 6-8 mm.



Es wird ein Loch am vorderen ende von dem Wobbler gebohrt wo er später an der Angel montiert wird. Hier ist es wichtig das diese Öse exakt in der Mitte ist, da der Wobbler sonst schief läuft. Dann müssen noch je nach größe des Wobblers 1-2 weitere Löcher für Ösen in welche später die Drillinge kommen, wo du sie genau platzierst ist dir überlassen. Dann brauchen wir noch ein Loch für das Blei, dieses zeichne ich im vorderen Drittel auf der Unterseite des Wobblers an. Jetzt wird noch die Position und Ausrichtung der Tauchschaufel angezeichnet. Je schräger die Tauchschaufel am Wobbler nach unten montiert wird, je flacher läuft der Wobbler im Wasser.

Der selbstgebaute Wobbler - Sägen, Bohren und Schleifen

Selbstgebaute Wobbler Jetzt können wir die zuvor an unserem Wobbler angezeichneten stellen Bohren bzw. Sägen.
Die löcher für die Ösen sollten mindestens 20 mm Tief gebohrt werden. das Loch für das Blei bohre ich immer ca. ein wenig bis über die Mitte von dem Wobbler. Der Schlitz für die Tauchschaufel lässt sich sehr gut mit einer Dekupiersäge oder einer Laubsäge sägen.

Haben wir alle Löcher gebohrt, und den Schlitz für die Tauchschaufel gesägt, wird unser selbstgebauter Wobbler in seine typische vorm geschliffen. Das heißt, die Kanten abrunden, und ihn vorne und hinten spitz zulaufen lassen. Achtet beim Schleifen des Wobblers auf absolute im Profil betrachtete Symmetrie, da es bei einem schiefen Profil negativen Einfluss auf das Laufverhalten des Wobblers hat.

wenn alles gut gegangen ist sollte unser selbstgebauter Wobbler jetzt auch das erste mal wie einer aussehen :)

Die Ösen und Schaufel im Selbstgebauten Wobbler kleben

Jetzt wird etwas 2k Epoxidharz angemischt, mit welchen die Öhsen und die Tauchschaufel eingeklebt werden. Die Öhsen werden in das Epoxidharz getunkt, und sofort in des dafür vorgesehene Loch gesteckt.
in den Schlitz für die Tauschschaufel lasse ich mit ein Stück Pappe etwas Harz hineinlaufen, anschließend wird auch die Schaufel Platziert. Jetzt heißt es erst einmal warten, bis das Harz ausgehärtet ist. Bei einem 5 Min Epoxidharz kann es schon nach 5 Minuten weiter gehen, ansonsten muss ein Tag gewartet werden.

Der selbstgebaute Wobbler - Ausbleien Laufverhalten testen

Jetzt kommt der spannendste Teil des beim Bau von unserem selbstgebauten Wobbler, das Ausbleien und das Testen von dem Laufverhalten. Ein wobbler aus Holz braucht nicht sehr viel blei, je nach Größe reichen 4-10 gr. Steckt etwas Blei in das dafür vorgesehene Loch und klebt es entweder mit Kreppband zu, oder wickelt ein Gummi herrum. Jetzt Kann der Wobbler das erste mal getestet werden, das geht zur not in der Badewanne, besser ist jedoch ein Pool oder ein natürliches Gewässer. Zieht den Wobbler nun an eurer Angel montiert durchs Wasser, Taucht er nun nicht richtig ab, oder kippt immer um, erhöht das Bleigewicht im Körper von dem Wobbler. Sinkt der Wobbler zu stark oder Hat kaum Laufverhalten versucht es mit etwas weniger Blei. Einen Weiteren Einfluss auf das Laufverhalten von dem Wobbler hat die Position der Öse, ist der selbstgebaute Wobbler zu Träge, biegt die Öse ein wenig nach unten, ist er zu Wild biegt ihr die Öse nach oben. Wenn der Wobbler dazu neigt in eine bestimmte richtung zu ziehen, biegt die Öse minimal in die entgegengesetzte Richtung.

Wenn ihr nun mit dem Lauf von dem selbstgebauten Wobbler zufrieden seid, ist das schwierigste auch schon geschafft.

Der selbstgebaute Wobbler - letzte Handgriffe und Lackieren

Jetzt wird das Loch wo das Blei drin ist mit Holzkitt verspachtelt, und nach dem Troknen noch einmal über geschliffen. Wenn man möchte kann man den Wobbler jetzt Grundieren, das hat den Vorteil das später die Holzmaserung nicht durchblutet. Das ist aber absolute Geschmackssache, den Potentiellen Zielfisch wird das später nicht interessieren.

Letzt geht es ans Lackieren von unserem selbstgebauten Wobbler. Das kann je nach vorhandener Ausrüstung entweder mit dem Pinsel oder mit der Airbrushpistole passieren. Macht euch keine zu großen gedanken über das perfekte Dekor, ob da nun alles Akkurat, und gerade ist, interessiert nur uns Angler, aber nicht den Fisch :). Zum Pinseln eignen sich farben aus dem Modellbau, hier gibt es eine breite Farbpalette zu guten Preisen. In was für Farben ihr euren Wobbler nun bemalt bleibt komplett euch überlassen, hier ist erlaubt was gefällt. Das einzige wo ich immer drauf achte ist, das ich wie bei den meisten natürlichen Fischen auch für oben dunklere Farben wähle wie für unten.

Der selbstgebaute Wobbler - Die Versiegelung

Selbstgebaute Wobbler Ist der Lack getrocknet und wir sind mit unserem selbstgebauten Wobbler zufrieden, geht es ans Versiegeln. Hierfür rüren wir uns wieder etwas Epoxidharz an. Mit diesem Harz wird der Wobbler nun bestrichen. Achtet darauf das ihr das Epoxidharz nicht zu dick auftragt, da es sehr schnell unschöne Nasen bildet. Wartet jetzt bis das Harz trocken ist, und wiederholt diesen Vorgang 3-4 mal, damit der selbstgebaute Wobbler auch optimal vor spitzen Hechtzähnen geschützt ist.

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